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Literaturfest WortWärts



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Das Literaturfest WortWärts 2017 findet am 12. und 13. August statt.

Alle Details zum Programm ab Juni 2017 hier.





WortWärts 2016 Titelbild

WortWärts 2016
13. und 14. August 2016

Einmal jährlich - erstmals im August 2006 - findet im KUNO das Literaturfest „WortWärts“ statt. Einen ganzen Sommersonntag lang – und bei gutem Wetter unter freiem Himmel – verwandelt sich das Kuno-Gelände in einen literarischen Garten mit Lesungen, Workshops, Musik und Informationen. Auf der Lesebühne präsentieren bekannte wie weniger bekannte Wortkünstler aus Region eine Auswahl ihrer Texte. Dem interessierten Publikum bietet sich dabei die Gelegenheit, literarisch Außergewöhnliches, Erlesenes oder mit frischem Charme Debütierendes zu entdecken. Begleitende Workshops und Foren bieten die Möglichkeit zum kreativen Austausch und Experiment, zur Kontaktaufnahme und Vernetzung. Informationen aus dem Verlagswesen geben Hilfestellung und wertvolle Tipps für den Umgang mit dem literarischen Betrieb.



WortWärts Workshop

WortWärts Podium

WortWärts Lesebühne




Broschüre WortWärts 2016 Titelseite

Zu WortWärts 2016 gibt es ein detailliertes Programmheft, erhältlich im KUNO sowie an vielen Auslagestellen im Großraum.

Das Heft steht auch hier im PDF-Format zum Download bereit (7,4 MB).






Kartenvorverkauf:


- KUNO, Wurzelbauerstraße 29, 90409 Nürnberg
- Kulturinfo der Stadt Nürnberg, Königstraße 93, 90402 Nürnberg


Online-Kartenvorverkauf:

 
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Literaturfest WortWärts Logo

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WortWärts-Workshop
Samstag 13. August  10.00 - 13.30 Uhr
Zornröschen - Dorndöschen
Verfremdungs-Effekte und groteskes Erzählen

Prosa-Schreibwerkstatt mit Arwed Vogel

Arwed VogelEine literarische Projektspiel-Schreibwerkstatt für alle, die Märchen lieben und alle, die Märchen hassen. Es wird gezeigt wie Verfremdungseffekte und groteskes Erzählen funktionieren und welche Bedeutung sie in der heutigen Literatur haben und warum sie beim Schreiben wichtig werden können.

Dann zerlegen wir den altbekannten Märchenstoff in seine Elemente und verfremden ihn poetisch, groteskisieren ihn und schaffen neue Blickwinkel und Perspektiven so dass die einzelnen Arbeiten wieder einen gemeinsamen Text ergeben.

Teilnahmegebühr 20 €


Anmeldung erbeten bis 12.8. im Literaturzentrum Nord, KUNO, Wurzelbauerstraße 29, 90409 Nürnberg, Tel. 0911-553387, info@kultur-nord.org

Begrenzte Teilnehmerzahl!







Wortwärts Logo

Ort: Stadtbibliothek Nürnberg,
Gewerbemuseumsplatz 4, 90403 Nürnberg
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Wortwärts Podium
Samstag 13. August  19.00 Uhr
Goethe kommt Bahnhof
Sprachwandel - Motor der Erneuerung oder kultureller Verfall
Ich schwör: wir können Kanzler, isch geh Schule - und das alles in 2016. Das sogenannte Kiezdeutsch, die Sprache der Zuwanderer, hat mittlerweile ihre ursprünglichen Milieus verlassen. Von „Kurzdeutsch“ spricht die Berliner Autorin Diana Marossek, und bei der Recherche zu ihrem Buch Kommst du Bahnhof oder hast du Auto? hat sie entdeckt, dass längst schon Leute jeden Alters und aus allen gesellschaftlichen Schichten so reden. Mehr noch: Über Chatromane und Texte von Migranten beispielsweise hat das gewandelte Deutsch auch die so sprachreinen Gipfel der Literatur erklommen.
Wortwärts 2016 Podium
Manchem erschrockenen Sprachhüter mag dieser rapide Wandel der deutschen Sprache einer kulturellen Apokalypse gleichen, stachen doch bereits die zahlreichen Anglizismen der letzten Jahre schmerzhaft in die von fremden Einflüssen bedrohte, linguistische Seele. Der Verlust von Präpositionen, der Schwund regelkonformen Deklinierens – man mag und darf diese Entwicklung beklagen und betrauern. Zugleich aber zeigt die täglich gesprochene und geschriebene Wirklichkeit: Sprache ist und war schon immer ein Prozess, schon immer war sie stetem Wandel unterworfen. Kein gegenwärtiger Autor schreibt heute noch wie Thomas Mann, und die Sprache der weiter zurückliegenden Jahrhunderte ist oft nur noch mit Mühe zu verstehen. Gibt es daher das einzig wahre und richtige Deutsch (Englisch, Spanisch, Französisch …), oder ist und war es immer das flüchtige Abbild seiner momentanen Ausbildung?

Die Münchner Autorin Angelika Jodl unterrichtet Studenten aus aller Welt. Ihre Erfahrungen daraus flossen in ihren Roman Die Grammatik der Rennpferde ein. Bereits gut zwei Jahrhunderte vor ihr hatte auch Johann Wolfgang von Goethe den sich ständig ändernden Charakter der Sprache erkannt und benannt – bisweilen bissig gegenüber zeitgenössischen Sprachbewahrern. In seinem Gedicht Etymologie lässt er Mephistopheles lästern: „So wird erst nach und nach die Sprache festgerammelt. / Und was ein Volk zusammen sich gestammelt, / Muss ewiges Gesetz für Herz und Seele sein.“


Gäste auf dem WortWärts-Podium:
Angelika Jodl (Autorin, München, dtv-Verlag) und
Diana Marossek (Autorin, Berlin, Hanser Verlag) und NN
Moderation: Dirk Kruse

Veranstalter: Literaturzentrum Nord, KUNO, in Zusammenarbeit mit Bildungscampus/Stadtbibliothek Nürnberg


Eintritt: 5,00 €

Copyright Foto Jodl: Astrid Eckert
Copyright Foto Marossek: Jan Rasmus Voss







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Wortwärts Lesebühne
Sonntag 14. August  12 - 17.30 Uhr
WortWärts 2016
Open-Air Lesungen und mehr
Wortwärts 2016 - LesebühneDas Literaturfest präsentiert am Sonntag, den 14. August mehrfach ausgezeichnete Autoren aus der Region und aus der ganzen Republik, sowie die Preisträger des Wettbewerbs um den Fränkischen Preises für junge Literatur - 28. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden.

Ein verliebter Engel mit Gewichten an den Schwingen entspringt Manfred Kerns neuem Mundartlyrikband Baradiesichi Zeide, während Felicitas Andresen klar verneint, dass ihr Roman Sex mit Hermann Hesse Satire sei. In dem Roman Ymir lotet Philip Krömer die Geschichte und die Möglichkeiten ihrer Vermittlung aus, derweil Franziska Gerstenberg in dem Erzählband So lange her, schon gar nicht mehr wahr die prekären Verhältnissen der bestehenden Gesellschaft beschreibt. Jackie Thomaes Roman Momente der Klarheit ist so komisch und so hart wie das wahre Leben. Dass ihre Figuren dennoch an das Glück und Liebe glauben ist tröstlich. Denn Thomas von Steinaeckers Roman Die Verteidigung des Paradieses spielt in einer Zukunft, in der Deutschland zerstört und die Gesellschaft so verroht ist, dass Menschlichkeit nichts mehr zählt.

Auf der WortWärts-Lesebühne werden auftreten:
Felicitas Andresen, Harry Düll, Franziska Gerstenberg, Manfred Kern,
Philip Krömer, Thomas von Steinaecker, Jackie Thomae
und die mit dem
28. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden ausgezeichneten Autor/innen.


Begleitprogramm
Literaturcafé, Bücherstand der Buchhandlung Weidinger, Literarische Kostbarkeiten von ars vivendi, Präsentation des Homunculus Verlags Erlangen, Sonderausstellung mit Sabine Neubauer im Galeriehaus Nord.

Bei schlechtem Wetter finden die Lesungen im Galeriehaus statt.

Zu WortWärts 2016 erscheint ein detailliertes Programmheft, erhältlich ab Ende Juli im KUNO sowie an vielen Auslagestellen im Großraum. Das Programm wird dann auch hier als PDF-Dokument zum Download bereitgestellt.

Eintritt: 5,00 €

Ebenfalls zum Literaturfest erscheint Wortlaut 22 - Zeitschrift für Literatur in Franken.





Das Programm der WortWärts-Lesebühne:

12.00 - 12.10 Uhr    Eröffnung und Grußwort Stadt Nürnberg: Dr. Anja Prölß-Kammerer

12.15 - 12.55 Uhr    Manfred Kern und Harry Düll (ars vivendi Verlag)

13.00 - 13.40 Uhr    Felicitas Andresen (Klöpfer & Meyer Verlag)

13.45 - 14.25 Uhr    Philip Krömer (Homunculus Verlag)

14.30 - 15.10 Uhr    Fränkischer Preis für junge Literatur - 28. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden 2016 - Lesung der Preisträger/innen: Thomas Perle, Emil Rosenberger, Jasinta Langer

15.15 - 15.55 Uhr    Franziska Gerstenberg (Schöffling & Co Verlag)

16.00 - 16.40 Uhr    Jackie Thomae (Hanser Verlag)

16.45 - 17.30 Uhr    Thomas von Steinaecker (S. Fischer Verlag)





Lesebühne 12.15 - 12.55 Uhr
Manfred Kern und Harry Düll
Baradiesischi Zeide
Manfred Kern und Harry DüllDer Autor Manfred Kern hat soeben den neuen Gedichtband Baradiesischi Zeide veröffentlicht. Der Musiker Harry Düll, wurde durch Blues-Konzerte solo und mit Band sowie durch die Zusammenarbeit mit der Singer-Songwriterin Bettina Hirschberg bekannt. Beide verbinden auf kongeniale Weise Mundartlyrik mit Blues- und Folkmusik eigener Prägung. Über ihre gemeinsame CD Habbag auf dem Highway befand der Bayerische Rundfunk: „... klingt wie aus einem Guss. Zu keiner Zeit ist man irritiert, wie es sonst bei Mundart-trifft-Moderne-Projekten öfters mal der Fall ist. Blues, Folk, Fränkisch - passt!"

In Baradiesischi Zeide versammelt Manfred Kern Liebes- und Schmähgedichte, die auf humorvolle, schonungslose, aber auch melancholische Art und Weise von Sehnsüchten, Lebenskrisen und der Brüchigkeit des Glücks erzählen. Seine Protagonisten sind Verletzte wie Verletzende, Suchende und Verzweifelte, ihre Wahrnehmung von Beziehung und Heimat geprägt von Verlust. Mundartdichtung von ihrer ganz starken Seite.

Manfred Kern, geboren 1956 in Rothenburg o. d. Tauber, wuchs auf einem Bauernhof in Wettringen (Landkreis Ansbach) auf. Er arbeitete in Würzburg als Buchhändler und lebt heute als freier Schriftsteller in Coburg. Für sein literarisch ebenso vielfältiges wie vielschichtiges Werk wurde er 2013 mit dem Gottlob-Haag-Ring ausgezeichnet. Baradiesischi Zeide erschien 2016 im ars vivendi Verlag.

Copyright Foto: Manfred Kern



Lesebühne 13.00 - 13.40 Uhr
Felicitas Andresen
Sex mit Hermann Hesse
Felicitas AndresenEigentlich soll die Dame nur auf das einstige Wohnhaus von Mia und Hermann Hesse aufpassen. Zunehmend jedoch stellt sie Fragen an sich und andere: Wer war dieser H. H., der gesunden Sauerampferpudding aß, aber ständig brieflich seinen bevorstehenden Selbstmord ankündigte? Der die Öffentlichkeit hasste, aber sich doch gerne beim Nacktklettern fotografieren ließ? Der drei Frauen und drei Kinder hatte, aber doch Ekel vor der Wollust?
Und wie gut schrieb er denn? Fragt sie sich und schreibt sich als Gasthörerin für Literaturwissenschaft an der Uni ein, um seine Sachen wenigstens ansatzweise beurteilen zu können. Und überhaupt: Wie wirkt sich die geistige Anwesenheit dieses jungen alten Herrn auf den Alltag aus - auf den Alltag eines kleinen Museums am Schwäbischen Meer, und wie auf den Alltag der staunenden Betreuerin?

Felicitas Andresen wurde in Hemmenhofen am Bodensee geboren, wo sie auch lebt. Sie hat nacheinander als Schauspielerin, Sozialpädagogin und Soziologin gearbeitet. Und sie hat auch eine lange Praxis just als Hermann-Hesse-Museumsbetreuerin. Zuletzt erschien von ihr der Roman Fichte im Bett, für seine Sprachmächtigkeit und seinen Witz gehörig gelobt. Sex mit Hermann Hesse erschien 2015 im Klöpfer & Meyer Verlag.

Copyright Foto: Foto Huber, Radolfzell



Lesebühne 13.45 - 14.25 Uhr
Philip Krömer
Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel
Philip KrömerDrei Männer begeben sich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs auf eine Expedition nach Island. Ihr Auftrag ist es, ein scheinbar bodenloses Loch zu untersuchen, dessen Geheimnisse den im Ausbruch begriffenen Krieg entscheiden könnten. Doch niemand hat sie auf das vorbereitet, was sie tief im Inneren der Erde erwartet ... Ein Roman über Geschichte und die Möglichkeiten ihrer Vermittlung, über Weltentwürfe und deren Zerbrechlichkeit, und nicht zuletzt über die Macht des Wortes.

Mit Ymir legt der 27-jährige Autor und Open-Mike-Preisträger
Philip Krömer ein bestechendes Romandebüt vor, in dem die Fantasie auf allen Erzählebenen die Zügel schießen lässt. Voller Fabulierlust wird hier ein Leseerlebnis erdichtet, das Protagonisten und Leser in den hintersten Winkel des irdischen Mutterschoßes (und darüber hinaus?) führt.

Ein angenehm aus dem Mainstream fallendes Lesevergnügen. (Katharina Erlenwein, Nürnberger Nachrichten)


Philip Krömer wurde 1988 in Amberg geboren und lebt mit seiner Familie in Erlangen. Er ist Student der Germanistik und Herausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen, veröffentlichte Kurzprosa und Lyrik in diversen Zeitschriften und wurde u. a. beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Sein Romandebüt Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel erschien 2016 im Homunculus Verlag.


Copyright Foto: Homunculus Verlag



Lesebühne 14.30 - 15.10 Uhr
Thomas Perle, Emil Rosenberger, Jasinta Langer
Fränkischer Preis für junge Literatur - 28. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden - Lesung der Preisträger/innen
28. Literaturpreis - PreisträgerDen mit 600 € dotierten 1. Preis gewann der 27-jährige Nürnberg Autor Thomas Perle. Er überzeugte die Jury mit seiner auch stilistisch außergewöhnlichen Kurzgeschichte mutterkörper. jedes leben einmal zu ende. Im präzise beobachteten Tod der Großmutter erzählt er mit großem Feingefühl ein Stück ungar-deutscher, rumänischer und zugleich europäischer Geschichte, geprägt von Flucht, Vertreibung und erzwungener Migration.

Mit 500 € ist der 2. Preis dotiert. Ihn erhielt der 24-jährige Nürnberger Emil Rosenberger. Mit Ohrenschwein! schrieb er eine originelle Kindergeschichte über einen Ostberliner Jungen, der mit großem Eifer Autokennzeichen notiert. Durch den latent mitschwingenden Stasi-Verdacht - die Handlung spielt in der Zeit des bereits geahnten Endes der DDR -ist der Text zugleich eine feine Miniatur aus der deutsch-deutschen Geschichte.

Ausgezeichnet wurde auch die 23-jährige Jasinta Langer aus Altdorf. Ihr Text Ein Bild von Efeu ist eine detailreiche und sensible Beobachtung der Pflanze, sowie deren Bedrohung durch den Menschen mit Gartenschere. Dafür erhielt sie den mit 400 € dotierten 3. Preis.


Copyright Foto: KUNO e.V.



Lesebühne 15.15 - 15.55 Uhr
Franziska Gerstenberg
So lange her, schon gar nicht mehr wahr
Franziska GerstenbergManchmal bricht in Franziska Gerstenbergs Erzählungen etwas ein, das ein sorgsam eingerichtetes Zuhause für immer verändert. Manchmal kommen ihre Figuren gar nicht erst dazu, das ersehnte Familienleben aufzubauen, weil die Realität dem Traum vom Haus, vom Kind, von der großen Liebe entgegensteht. So hat Mick immer alles hingeschmissen, doch durch Inga wird das anders, für sie will er durchhalten, sogar den schrecklichen Job ertragen. Wenn da bloß nicht seine unkontrollierbare Wut wäre. Den Alltag zu bestreiten, eine Beziehung zu führen und die Familie oder das Alleinsein zu akzeptieren: Franziska Gerstenberg beschreibt in ihren neuen, meisterhaften Erzählungen die in jeder Hinsicht prekären Verhältnisse unserer Welt.

Franziska Gerstenberg, 1979 in Dresden geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt heute wieder in Dresden. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Literaturpreise, darunter den Hermann-Hesse-Förderpreis für ihren letzten Erzählband Solche Geschenke. Ihr erster Roman Spiel mit ihr wurde mit einem Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart sowie dem Förderpreis zum Lessingpreis ausgezeichnet. Der Erzählband So lange her, schon gar nicht mehr wahr erschien 2016 im Schöffling & Co Verlag.

Copyright Foto: Birgitta Kowsky



Lesebühne 16.00 - 16.40 Uhr
Jackie Thomae
Momente der Klarheit
Jackie ThomaeEngelhardt nimmt Anlauf und verlässt die Party durch das Fenster im ersten Stock. Seine beste Freundin Maren trinkt nicht mehr und verwandelt sich in ihr höheres Ich. Marens Ex-Lover Clemens fühlt sich mittelmäßig, hat dafür aber originellen Sex, und Bender, auf dessen Hochzeit sich alle treffen, regelt seine Angelegenheiten und verschwindet, wahrscheinlich für immer. Allen gemeinsam ist, dass sie rastlos und unglücklich sind, obwohl es ihnen eigentlich ganz gut geht. Und dass sie ihre Liebe in einem hellen Moment als das sehen, was sie ist, nämlich vorbei.

Jackie Thomaes Debütroman ist so hart und komisch wie das wahre Leben - eine unromantische Komödie über die menschliche Sehnsucht in den Städten von heute.

Jackie Thomae, 1972 in Halle an der Saale geboren, lebt in Berlin. Sie ist Journalistin und Fernsehautorin. Gemeinsam mit Heike Blümner schrieb sie den Bestseller Eine Frau. Ein Buch (2008). Momente der Klarheit ist ihr erster Roman und erschien 2015 beim Hanser Verlag.

Copyright Foto: Urban Zintel



Lesebühne 16.45 - 17.30 Uhr
Thomas von Steinaecker
Die Verteidigung des Paradieses
Thomas von SteinaeckerEr möchte ein guter Mensch sein. Aber Heinz lebt in einer Welt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Deutschland ist verseucht und verwüstet, Mutanten streifen umher, am Himmel kreisen außer Kontrolle geratene Drohnen. Zusammen mit seinem besten Freund, einem elektrischen Fuchs, dem Fennek, wächst Heinz in einer kleinen Gruppe Überlebender in den Bergen auf.
Er nimmt sich vor, die verlorene Zivilisation zu bewahren, sammelt vergessene Wörter und schreibt die Geschichte der letzten Menschen. Doch was nützen Heinz Wissen und Kunst jetzt noch? Da gibt es plötzlich das Gerücht, weit im Westen existiere ein Flüchtlingslager. Und die Gruppe bricht auf zu einem mörderischen Marsch ins vermeintliche Paradies ...

Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Traunstein, wohnt in Augsburg. Er schreibt vielfach ausgezeichnete Romane - unter anderem Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen - sowie Hörspiele. Außerdem dreht er Dokumentarfilme, für die er unter anderem den ECHO Klassik erhielt. Für S. Fischer Hundertvierzehn initiierte er das Mosaik-Roman-Projekt Zwei Mädchen im Krieg und veröffentlichte seit 2015 zusammen mit der Zeichnerin Barbara Yelin den Fortsetzungs-Webcomic Der Sommer ihres Lebens. Der Roman Die Verteidigung des Paradieses 2016 erschien 2016 im S. Fischer-Verlag.

Copyright Foto: Jürgen Bauer




Broschüre WortWärts 2016 Titelseite

Zu WortWärts 2016 gibt es ein detailliertes Programmheft, erhältlich im KUNO sowie an vielen Auslagestellen im Großraum.

Das Heft steht auch hier im PDF-Format zum Download bereit (7,4 MB).





Kartenvorverkauf:


- KUNO, Wurzelbauerstraße 29, 90409 Nürnberg
- Kulturinfo der Stadt Nürnberg, Königstraße 93, 90402 Nürnberg


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