Ausgabe
2011/2012 ab sofort erhältlich.
120 Seiten, 3,50 €
Literaturpreis
der Nürnberger Kulturläden
Der
Verein KUNO e.V.
KUNO – Kultur Nord ist ein selbstverwaltetes Kulturzentrum, das gemeinnützig anerkannt ist und von dem Verein „KUNO e.V.“ getragen wird.
Die Selbstverwaltung – bestehend aus Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen – regelt die Angelegenheiten des Vereins.
Das vielfältige Programmangebot findet sich in den drei Bereichen des
K U N O – KULTUR NORD
Das Galeriehaus Nord
etablierte sich über die letzten Jahre mit Ausstellungen von Positionen
zeitgenössischer Kunst und städteübergreifenden Ausstellungsprojekten.
Mit Querverbindungen auf regionaler und überregionaler Ebene werden
auch Künstlerinnen und Künstler, die nicht mehr unter der Obhut einer
Kunsthochschule stehen, auf ihrem Weg unterstützt. Siehe
www.galeriehaus-nuernberg-nord.de
Das Literaturzentrum Nord
hat sich zur festen Adresse der Förderung nordbayerischer Literatur
entwickelt. Lesungen, Sonderveranstaltungen, Schreibwerkstätten und die
Federführung des Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden haben mit
dem renommierten Literaturfest „WortWärts“ (seit 2006) zu
überregionaler Bedeutung und Bekanntheit geführt.
Der Kulturtreff Nord
öffnet das KUNO als Begegnungsstätte für die Generationen. Das „Café
Zeitlos“ bietet wöchentlich ein Tagescafé mit Programm und die Reihe
„Jazzfrühstück“ ist seit mehr als 20 Jahren eine weithin beliebte
Anlaufstelle für Jazzfreunde wie Musiker. Von hohem nachbarschaftlichen
Stellenwert ist das Bildungsangebot für Erwachsene und Kinder sowie die
Nutzung der räumlichen Infrastruktur von zahlreichen Gruppen und
Initiativen.
Zur Geschichte des Hauses
Der
Kulturladen Nord ist im Jahr 1975 gegründet worden. Hervorgegangen ist
der eingetragene Verein aus einer Bürgerinitiative, die sich
überwiegend aus Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Nürnberger
Nordostbahnhof zusammengesetzt hat. Nach dem damaligen Kulturladen in
der Rothenburgerstraße war er der zweite seiner Art in Nürnberg und
wird als erster freier Träger mit städtischen Geldern unterstützt. Der
Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit lag auf der Förderung
emanzipatorischer Gruppen, da vor allem im Bereich Kinder und Jugend,
Frauen und Ausländer. Der KUNO hat mehrere Jahre lang die
Schwangerenberatung unterstützt und beherbergt und damit zu ihrer
späteren Selbstständigkeit beigetragen. Ähnlich verlief es auch mit der
Aids-Hilfe Nürnberg, die für mehr als ein Jahr im KUNO untergebracht
war, bevor sie eigene Räume bezog. Im KUNO haben sich zahlreiche
politische Gruppierungen getroffen; im KUNO war aber auch der
Entstehungsort für die ersten Umweltinitiativen wie Robin Wood,
Greenpeace und später dem Energiewendebündnis. Der emanzipatorische
Anspruch des KUNO erforderte es auch, sich für (gesellschaftlich
benachteiligte) Minderheiten einzusetzen und zu aktuellen politischen
Brennpunkten und Themen Stellung zu beziehen. Möglich war das auch –
im Gegensatz zu städtischen Einrichtungen – wegen seiner unabhängigen,
selbstständigen Trägerstruktur, die es im Übrigen erlaubte, schneller
und unbürokratischer und damit auch – was die Kosten betrifft – oft
preisgünstiger handeln zu können. Ende der 80er, Anfang der 90er
Jahre setzten Veränderungen in der Struktur des Vereins und der
Gruppenbelegung und in der programmatischen Ausrichtung des
Kulturladens ein. Der KUNO stellte sich, so weit es die finanziellen
und personellen Ressourcen jeweils erlaubten, auf das gesteigerte
Publikumsbedürfnis nach inhaltlicher Qualität und angemessener
Ausstattung der Räume ein. Wenngleich sich (umwelt-)politische
Gruppierungen weiterhin im KUNO treffen und neu formieren, nehmen
politische Vorträge und Veranstaltungen im Programm heute weniger Platz
ein, die Themen fließen dafür in verschiedene Kunst- und Kultursparten
ein. Der Literaturbereich etablierte sich im Lauf der Jahre und
wurde weiter ausgebaut. Der Kunstbereich im KUNO bekam mit dem Neubau
des Galeriehauses eigene Räume und eine eigene Organisationsstruktur.